It's like there has never been a problem
Liebe vs. Vertrauen.

Heute lief mein Tag mal so gar nicht gut. Und passend dazu beschäftige ich mich heute mal wieder mit einem Thema, an dem sich die Geister scheiden.

Prolog: In meinem Bekanntenkreis häufen sich die Beziehungen -die Leute wollen wohl Weihnachten nicht allein sein- und ich selbst bin ja auch schon länger Teil einer Partnerschaft.

Und in einem Gespräch mit meinem Freund kam die Frage auf, was eine Beziehung ausmacht.
Essentiel, da wird mir jeder zu stimmen, sind wohl Liebe und Vertrauen.

Aber ist beides ausschlaggebend für den Erfolg einer Beziehung?

Um meine folgende Argumentation zu verstehen, setze ich ein paar Fakten über mich, als bekannt vorraus. Hauptsächlich jenen, dass ich nicht sonderlich gut mit Menschen kann. Ich verstehe einfach viele Handlungsweisen, die von meiner Logik abweichen nicht, im späteren Verlauf bezieht sich das großteils auf die Eifersucht.

Also...

Verlieben kann man sich in jeden. In ein süßes Lachen, in einen Augenaufschlag, in einen zufällig gemeinsam verbrachten Tag.
Aber was bringt uns schließlich dazu, einander zu heiraten, Nachwuchs zu zeugen und ein Glas für beide Gebisse zu teilen?
Ich sage ganz eindeutig Vertrauen. Wärend meinen "Feldstudien" im Verwandten- und Bekanntenkreis fortgeschrittenen Alters stellte ich fest, dass das, was mein jüngerer Bekanntenkreis gemeinhin als "Liebe" bezeichnet, so in dieser Form keine 10-20-30 Jahre überdauert. Es ist - ich brauche ein Synonym für Großteils- sogar so, dass ich in Erfahrung gebracht habe, dass manche Paare nach einiger Zeit durchaus andere Personen "daten", trotzdem aber von sich sagen, ein glückliches Paar zu sein.
Die Statistik spricht dafür, dass wir kein Paar für immer sind. Wir, also mein Freund und ich, du und dein Partner, Beziehungen zwischen Menschen im alter von 10 bis etwa 25 - dannach werden Kinder gezeugt... -

Liebe an sich ist etwas, dass man herrlich zerreißen kann, da scheinbar jeder so seine eigenen Vorstellungen davon hat, was Liebe ist.

Aber in erster Linie ist Liebe Vertrauen. Denn -ich bin mal so frei es zu sagen- schließlich überlassen wir dem Partner unseren Körper für seine fleischlichen Gelüste und erwarten dafür, den selben Dienst von ihm. ( One-night-stand sind meiner Meinung nach auch Vertrauen, da wir trotz allem darauf vertrauen, den anderen nicht häufiger zu treffen und falls doch, vertrauen wir darauf, dass dieses One-night-stand nicht gegen uns verwendet wird - hier bitte jeglichen Soap-Kram einfügen)

Vielleicht mag ich alt wirken... altmodisch auf jeden fall, wenn ich die "Jugend" so reden höre- aber ich merke einen Fehler, der häufig in/vor Beziehungen gemacht wird und den ich absolut nicht verstehe:

Viele vertrauen darauf, dass sich der Partner ja im Laufe der Beziehung noch ändern wird...
Aber vertraut man nicht als geliebter Part darauf, dass der/die Auserwählte uns so "liebt" wie wir sind? Wenn mir das Innenleben nicht gefällt, warum muss es gerade dieser Partner sein?
Ich kaufe mir ja auch keine CD, nur weil mir das Cover gefällt und brenn dann neue Musik auf die Silberscheibe... (bitte nicht wiedersprechen, falls ihr das doch tut, sonst tut mir der Kopf sehr weh!)

Das Zauberwort ist hier "Kompromisse"; ich habe zu meinem schwersten Entsetzen (-nicht genug Wortschatz im Bereich der Erkenntnisgewinnung-) fest gestellt, dass man an dem Begriff "Kompromis" tatsächlich etwas falsch verstehen kann... Kompromiss hat als Definition nicht(!) " Der Andere ändert sich komplett und ich nehme das wohlwollend zur Kenntnis".
Es ist viel mehr eine lange, gemeinsame Auseinandersetzung zu einem Thema (die regelmäßig wiederholt werden sollte!) die zum Ergebnis eine Einigung hat, für die kein Partner sich verbiegen muss.

Nur um mal einige wichtige Vokabeln einer Beziehung zu klären ;D

Ich komme jetzt zu meinem ersten zusammenfassenden Schluss:
Liebe ist also nicht das rein fleischliche Intresse aneinander, sondern ein Sammelbegriff, der unteranderem das Gefühl des Begehrens beinhalten kann (aber wohl im späteren Alter nicht mehr muss).

Ich hoffe ich habe soweit alle meine Argumente bis hierhin einigermaßen logisch verknüpft...

Der nächste Punkt auf meiner Liste "Liebe vs. den Rest der Welt" ist ein häufig von Mädchen gemachter Ausspruch "Ich liebe meine beste Freundin".
Jeder weiß -nehme ich an- sofort,dass damit nicht die Liebe gemeint ist, die im Zweifelsfalle zu einer Ehe führt ( ;D altmodisch in Zeiten der Single-Haushalte und Scheidungen...).
Was unterscheidet aber eine beste Freundin/einen besten Freund von Partner/Partnerin?
Aus meiner Umwelt entnahm ich durch einige "Umfragen": in dem Typ Beziehung "unkompliziert, zufrieden, 'langweilig' "(Begriffe die andere im Zusammenhang fallen ließen) : Nichts. Ist dein Partner auch dein bester Freund, dann kommt einfach nur Intimität hinzu.
Über andere Beziehungstypen kann ich mich nicht bzw. nur vermutend äußern, weil ich sie selbst noch nicht erfahren habe.

Und aus diesem Grund machen wir hier einen kleinen Bruch, so lange, bis ich ein paar mehr Informationen zu anderen Beziehungstypen gesammelt habe :D

 

Mein folgendes Unterthema ist aber auch nicht minder wichtig, denn wenn man von Vertrauen spricht, muss man bei Beziehungen auch die Eifersucht erwähnen.

Den einen ist ein wenig Eifersucht sehr wichtig, sie fühlen sich durch eifersüchtige Partner begehrt und geliebt; den anderen ist Eifersucht ein Fremdwort.

Ich selber zähle mich zu letzteren. Ich "liebe" meinen Freund (in " " um alles was möglicherweise zu diesem Begriff gehört einzuschließen). Ich hoffe auf das Glück zurück-geliebt zu werden und falls das nicht der Fall ist, dann ist das schade -und durchaus traurig für mich- aber liegt ja nicht in meiner Hand.
Eifersucht ist ein Cocktail aus der eigenen Unsicherheit und Besitzansprüchen ... Besitzdenken... naja und der Annahme man hätte ein Vorrecht auf den Partner.

Ich empfinde das als tragisch. Eifersucht aus dem Wunsch den Partner zu besitzen ist - aus meiner Sicht- grundlegen falsch. Man besitzt ein Auto oder ein Mobiltelefon und dort ist es mein gutes Recht, alleiniger Benutzer dieser Gegenstände zu sein - aber genau in dieser Formulierung findet man den Fehler, wenn es auf Beziehungen so angewand wird: Es geht um Gegenstände.
Nun, ich muss im folgenden vorsichtig mit meiner Wortwahl sein, da ich niemanden verletzen will und deswegen betone ich nocheinmal, dass diese Ausführung nur eine Wiederspiegelung meiner eigenen Meinung ist und ich keinerlei Anspruch auf Wahrheit hege. Ich bin für jede Gegenargumentation offen und veruteile nichts von vorne herein, auch wenn es so klingen mag. (Das liegt nur an meiner Liebe zu Übertreibungen und bunten Worten)

Also;
Liebe ist doch wie eine Katze. Sie kommt wann sie will und es ist schön wenn sie bleibt, aber manchmal geht sie auch einfach wieder, lässt sich nicht anfassen und mehr als darauf warten, dass sie sich wieder blicken lässt, kann man ja auch nicht tun.

Soweit meine Gedanken zu heute. Ich werde den Absatz mit der Eifersucht wieder aufgreifen, aber jetzt ist es 23Uhr und Zeit zu Schlafen.

[Fortsetzung folgt]

30.11.11 23:10
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jillianne (30.11.11 23:27)
Süsse, jetzt muss ich lachen.
Ich drück das mit der Liebe mit Katzenvergleich genauso aus! XD <3
Ich klau dir aber deinen wunderschöne Artikulierung!


Jillianne (30.11.11 23:28)
resp. leicht abgeändert

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