It's like there has never been a problem
Fortsetzung meiner Geschichte - Nikolausgeschenk

Nachdem ich mich heute endlich von dem ganzen Schulkram erholen konnte, habe ich die nächsten Seiten meiner Geschichte abgetippt ... man ist das ne Arbeit! Die nächsten scann' ich einfach ein :P

Aber naja.. wer den Anfang verpasst hat:
http://wolkenherz.myblog.de/wolkenherz/art/7488749/Ego-streicheln-Fahigkeiten-ausbauen

Für alle anderen geht es jetzt hier weiter (fall ihr irgendwo noch eckige Klammern findet, der Teil in den Klammern wird nochma überarbeitet XDD ich hab versucht alle rauszusuchen, aber manchmal überseh ich welche.... einfach überlesen)    :

An einem der folgenden Tage erzählte ich Raymon von dem Vorfall. Ich war nicht zur Arbeit erschienen und er hatte schon befürchtet ich sei tot.
„Ich brauche eine Waffe!“
Ich hatte nicht vor Raymon von meinen eigentlichen Plänen zu erzählen – wahrscheinlich wäre er entsetzt, wie gefühlskalt ich wirklich war- aber Selbstschutz war ein Grund, den niemand in unserem Milieu ablehnen oder ignorieren konnte. Er beschaffte mir eine Handfeuerwaffe – ich würde sie ja Pistole nennen, aber sie war so klein, dass ich sie mit einem Feuerzeug verwechselt hätte- und ich bekam etwas Unterricht bei einem Bekannten von Ray. Wie ich erwartet hatte, war ich meistens eine hervorragende Schützin. Nur manchmal machte der Wein das Zielen etwas schwerer.

Ich hatte den Mord in dem U-Bahntunnel schon fast wieder vergessen, als eines Abends zur Hauptgeschäftszeit ein Mann im grauen Trenchcoat den Laden betrat. Er war kein Freier, das sah ich auf den ersten Blick, aber was war dann seine Absicht? Er strich sich die nassen schwarzen Locken aus dem Gesicht. Das es draußen in Strömen regnete, schien ihn absolut unberührt zu lassen. Obwohl er zielstrebig auf die Bar zuging, erkannte ich, dass er insgeheim alles analysierte. Den Bruchteil einer Sekunde trafen sich unsere Blicke. Seine (grauen) Augen fesselten mich sofort und ich fühlte mich wie das Kaninchen, das dem Fuchs gegenüber saß.  [… Ein ganz anderes Gefühl, als ich es in dem Tunnel gehabt hatte. …] Dieser Mann sah alles. Es schien, er kannte alle meine Gedanken.

Der Fremde lehnte sich über die schwarze Glastheke und sprach eindringlich auf Raymon ein. Als dieser sich abwehrend weg drehen wollte, stellte der andere meinen kaputten Samtpumps auf die Theke. Augenblicklich legte sich eine kalte Schlinge um mein Herz. Er wusste es! Nein. Er zog die falschen Schlüsse.
Ich rückte mit meinem Stuhl zurück, so dass ich beiden gerade so ins Gesicht sehen konnte; mit etwas Konzentration war ich in der Lage das Gespräch von ihren Lippen abzulesen. Zum Glück beschäftigte sich mein Kunde gerade mit einem anderen Mädchen.
Das Gespräch handelte wirklich von dem Mordfall im Tunnel. Der Mann im Trenchcoat wollte wissen, welcher Dame dieser Schuh gehörte. Sie sei eine wichtige Zeugin für die Polizei. Natürlich, dachte ich, jeder hier wusste, dass das ein dummer Trick war und niemand würde ihm antworten. Jedem hier musste klar sein, dass es mein Schuh war, denn die neuen, die Raymon mir geliehen hatte, passten kaum zu meinem Kleid.

An der Bar versuchte Ray noch immer den unerwünschten Gast los zu werden. Trotz meines Verhaltens in den letzten Wochen – ich war launisch, noch unzuverlässiger als sonst und wirklich aggressiv wenn ich meinen Stoff nicht rechtzeitig bekam- ich war immer noch das beste Pferd in diesem Stall und Ray würde mich niemals hergeben. Der Fremde machte einen weiteren Versuch. Er behauptete, den Fall schon gelöst zu haben, der Polizei aber durch eine Zeugin viel Arbeit ersparen zu wollen. Statt ihm zu antworten, legte Ray ihm mürrisch eine Getränkekarte hin. Schließlich gab der Schwarzhaarige auf und verließ die Theke, stattdessen steuerte er nun geradewegs auf mich zu. Dicht neben mir blieb er stehen und schwieg. Ich roch den Regen, der an seinem Mantel trocknete, einen Hauch von Aftershave, Zigaretten und – war das Alkohol? Hatte er im Dienst getrunken?
Ich reagierte nicht auf ihn, bemerkte aber, dass mein Kunde immer nervöser wurde. Im Augenwinkel sah ich, wie sich der Fremde bewegte und drehte mich ruckartig zu ihm um. Anders als erwartet, hielt er mir nur eine Visitenkarte hin: Inspektor Lestrade, las ich. Er war also wirklich ein Polizist. Ich nahm ihm die Karte nicht sofort ab und wich seinem Blick nicht aus; diesmal war ich auf die fesselnden Augen vorbereitet.
„Sie sollten sich bei diesem Mann melden, falls Sie sich doch noch erinnern.“ Ich schaute noch einmal auf die Karte, musterte seine Hand, die blasse Haut, die schmalen Finger; diesmal nahm ich ihm die Karte ab.
Ohne ein weiteres Wort machte er sich auf, den Laden zu verlassen, dich ich konnte mich noch nicht aus seinem Bann lösen. Meinen Kunden missachtend, folgte ich dem Unbekannten bis zur Tür und rief ihm in den Regen hinterher: „Und wer schickt mich?“ Er blieb nicht stehen, drehte sich aber leicht aus dem Oberkörper zu mir. Ich war mir sicher ein Lächeln erkennen zu können. „Sherlock Homes.“
Die Wassertropfen bildeten ein Rinnsal über sein Gesicht und zum ersten Mal in meinem Leben wünschte ich mir, dass ein Mann blieb.

Er kam nicht zurück

7.12.11 22:17


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Liebe vs. Vertrauen.

Heute lief mein Tag mal so gar nicht gut. Und passend dazu beschäftige ich mich heute mal wieder mit einem Thema, an dem sich die Geister scheiden.

Prolog: In meinem Bekanntenkreis häufen sich die Beziehungen -die Leute wollen wohl Weihnachten nicht allein sein- und ich selbst bin ja auch schon länger Teil einer Partnerschaft.

Und in einem Gespräch mit meinem Freund kam die Frage auf, was eine Beziehung ausmacht.
Essentiel, da wird mir jeder zu stimmen, sind wohl Liebe und Vertrauen.

Aber ist beides ausschlaggebend für den Erfolg einer Beziehung?

Um meine folgende Argumentation zu verstehen, setze ich ein paar Fakten über mich, als bekannt vorraus. Hauptsächlich jenen, dass ich nicht sonderlich gut mit Menschen kann. Ich verstehe einfach viele Handlungsweisen, die von meiner Logik abweichen nicht, im späteren Verlauf bezieht sich das großteils auf die Eifersucht.

Also...

Verlieben kann man sich in jeden. In ein süßes Lachen, in einen Augenaufschlag, in einen zufällig gemeinsam verbrachten Tag.
Aber was bringt uns schließlich dazu, einander zu heiraten, Nachwuchs zu zeugen und ein Glas für beide Gebisse zu teilen?
Ich sage ganz eindeutig Vertrauen. Wärend meinen "Feldstudien" im Verwandten- und Bekanntenkreis fortgeschrittenen Alters stellte ich fest, dass das, was mein jüngerer Bekanntenkreis gemeinhin als "Liebe" bezeichnet, so in dieser Form keine 10-20-30 Jahre überdauert. Es ist - ich brauche ein Synonym für Großteils- sogar so, dass ich in Erfahrung gebracht habe, dass manche Paare nach einiger Zeit durchaus andere Personen "daten", trotzdem aber von sich sagen, ein glückliches Paar zu sein.
Die Statistik spricht dafür, dass wir kein Paar für immer sind. Wir, also mein Freund und ich, du und dein Partner, Beziehungen zwischen Menschen im alter von 10 bis etwa 25 - dannach werden Kinder gezeugt... -

Liebe an sich ist etwas, dass man herrlich zerreißen kann, da scheinbar jeder so seine eigenen Vorstellungen davon hat, was Liebe ist.

Aber in erster Linie ist Liebe Vertrauen. Denn -ich bin mal so frei es zu sagen- schließlich überlassen wir dem Partner unseren Körper für seine fleischlichen Gelüste und erwarten dafür, den selben Dienst von ihm. ( One-night-stand sind meiner Meinung nach auch Vertrauen, da wir trotz allem darauf vertrauen, den anderen nicht häufiger zu treffen und falls doch, vertrauen wir darauf, dass dieses One-night-stand nicht gegen uns verwendet wird - hier bitte jeglichen Soap-Kram einfügen)

Vielleicht mag ich alt wirken... altmodisch auf jeden fall, wenn ich die "Jugend" so reden höre- aber ich merke einen Fehler, der häufig in/vor Beziehungen gemacht wird und den ich absolut nicht verstehe:

Viele vertrauen darauf, dass sich der Partner ja im Laufe der Beziehung noch ändern wird...
Aber vertraut man nicht als geliebter Part darauf, dass der/die Auserwählte uns so "liebt" wie wir sind? Wenn mir das Innenleben nicht gefällt, warum muss es gerade dieser Partner sein?
Ich kaufe mir ja auch keine CD, nur weil mir das Cover gefällt und brenn dann neue Musik auf die Silberscheibe... (bitte nicht wiedersprechen, falls ihr das doch tut, sonst tut mir der Kopf sehr weh!)

Das Zauberwort ist hier "Kompromisse"; ich habe zu meinem schwersten Entsetzen (-nicht genug Wortschatz im Bereich der Erkenntnisgewinnung-) fest gestellt, dass man an dem Begriff "Kompromis" tatsächlich etwas falsch verstehen kann... Kompromiss hat als Definition nicht(!) " Der Andere ändert sich komplett und ich nehme das wohlwollend zur Kenntnis".
Es ist viel mehr eine lange, gemeinsame Auseinandersetzung zu einem Thema (die regelmäßig wiederholt werden sollte!) die zum Ergebnis eine Einigung hat, für die kein Partner sich verbiegen muss.

Nur um mal einige wichtige Vokabeln einer Beziehung zu klären ;D

Ich komme jetzt zu meinem ersten zusammenfassenden Schluss:
Liebe ist also nicht das rein fleischliche Intresse aneinander, sondern ein Sammelbegriff, der unteranderem das Gefühl des Begehrens beinhalten kann (aber wohl im späteren Alter nicht mehr muss).

Ich hoffe ich habe soweit alle meine Argumente bis hierhin einigermaßen logisch verknüpft...

Der nächste Punkt auf meiner Liste "Liebe vs. den Rest der Welt" ist ein häufig von Mädchen gemachter Ausspruch "Ich liebe meine beste Freundin".
Jeder weiß -nehme ich an- sofort,dass damit nicht die Liebe gemeint ist, die im Zweifelsfalle zu einer Ehe führt ( ;D altmodisch in Zeiten der Single-Haushalte und Scheidungen...).
Was unterscheidet aber eine beste Freundin/einen besten Freund von Partner/Partnerin?
Aus meiner Umwelt entnahm ich durch einige "Umfragen": in dem Typ Beziehung "unkompliziert, zufrieden, 'langweilig' "(Begriffe die andere im Zusammenhang fallen ließen) : Nichts. Ist dein Partner auch dein bester Freund, dann kommt einfach nur Intimität hinzu.
Über andere Beziehungstypen kann ich mich nicht bzw. nur vermutend äußern, weil ich sie selbst noch nicht erfahren habe.

Und aus diesem Grund machen wir hier einen kleinen Bruch, so lange, bis ich ein paar mehr Informationen zu anderen Beziehungstypen gesammelt habe :D

 

Mein folgendes Unterthema ist aber auch nicht minder wichtig, denn wenn man von Vertrauen spricht, muss man bei Beziehungen auch die Eifersucht erwähnen.

Den einen ist ein wenig Eifersucht sehr wichtig, sie fühlen sich durch eifersüchtige Partner begehrt und geliebt; den anderen ist Eifersucht ein Fremdwort.

Ich selber zähle mich zu letzteren. Ich "liebe" meinen Freund (in " " um alles was möglicherweise zu diesem Begriff gehört einzuschließen). Ich hoffe auf das Glück zurück-geliebt zu werden und falls das nicht der Fall ist, dann ist das schade -und durchaus traurig für mich- aber liegt ja nicht in meiner Hand.
Eifersucht ist ein Cocktail aus der eigenen Unsicherheit und Besitzansprüchen ... Besitzdenken... naja und der Annahme man hätte ein Vorrecht auf den Partner.

Ich empfinde das als tragisch. Eifersucht aus dem Wunsch den Partner zu besitzen ist - aus meiner Sicht- grundlegen falsch. Man besitzt ein Auto oder ein Mobiltelefon und dort ist es mein gutes Recht, alleiniger Benutzer dieser Gegenstände zu sein - aber genau in dieser Formulierung findet man den Fehler, wenn es auf Beziehungen so angewand wird: Es geht um Gegenstände.
Nun, ich muss im folgenden vorsichtig mit meiner Wortwahl sein, da ich niemanden verletzen will und deswegen betone ich nocheinmal, dass diese Ausführung nur eine Wiederspiegelung meiner eigenen Meinung ist und ich keinerlei Anspruch auf Wahrheit hege. Ich bin für jede Gegenargumentation offen und veruteile nichts von vorne herein, auch wenn es so klingen mag. (Das liegt nur an meiner Liebe zu Übertreibungen und bunten Worten)

Also;
Liebe ist doch wie eine Katze. Sie kommt wann sie will und es ist schön wenn sie bleibt, aber manchmal geht sie auch einfach wieder, lässt sich nicht anfassen und mehr als darauf warten, dass sie sich wieder blicken lässt, kann man ja auch nicht tun.

Soweit meine Gedanken zu heute. Ich werde den Absatz mit der Eifersucht wieder aufgreifen, aber jetzt ist es 23Uhr und Zeit zu Schlafen.

[Fortsetzung folgt]

30.11.11 23:10


Ego streicheln, Fähigkeiten ausbauen

Nun, seit ich mich erinnern kann, will ich ein Buch schreiben. Und mitlerweile traue ich mir zu, sehr gut zu sein. Mein einziges Problem ist, dass ich es gewohnt bin, mich extrem kurz zufassen :D Ich werde im folgenden 6 Seiten meines Rohmaterials veröffentlichen. Im original waren es nur 3. Das war viel arbeit, dass es mehr wurden ;D
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um Rohmateriel. Ich würde gerne eure Meinung dazu hören, was verbessert werde muss... oh eins weiß ich, ich springe in den Zeitformen... aber ich kanns gerad nicht besser ;D. Aber z.b. würde mich intressieren, was noch zu kurz ist. vllt der teil mit Nanny? die Anfänge im neuen Beruf? All sowas und gerne mehr! Nur so kann ich mich verbessern. Übrigens erfahren wir bewusst den Namen der "Heldin" nicht :DD
Jetzt viel Spaß mit den ersten Seiten meiner Geschichte:


Ich kam nach London als ich gerade 14 Jahre alt wurde. Ich war nicht anspruchsvoll, das Leben auf der Straße war genaugenommen eine Verbesserung. Wenn man wusste, wie man trotz der unschönen Umstände sein Inneres und Äußeres pflegen konnte, war es sogar möglich normale soziale Kontakte zu halten/haben.

Ich kannte die Plätze, an denen es ruhig und windstill war. Hier versammelten sich nachts viele Obdachlose, aber schlaf bekam man nicht viel, weil man immer auf seine spärlichen Habseligkeiten aufpassen musste. Auf der Straße war jeder sich selbst am nächsten. Nanny war nicht so. Ich kenne ihren richtigen Namen nicht, aber alle nannten sie Nanny, weil sie sich mütterlich um die Jüngsten kümmerte, obwohl sie von ihren Schützlingen auch oft genug betrogen und ausgenommen wurde. Zu diesem Jüngsten zählte irgendwann auch ich. Es war kalt und nass und ich hatte mir irgendeinen Infekt zugezogen. Ein Umstand, der dich auf der Straße das Leben kosten kann. Nanny hatte mich mit samt meinem Bündel an Sachen quer durch den Park getragen, nachdem sie mich fast bewusstlos in einer abgelegenen Ecke entdeckt hatte. Zuerst hatte ich befürchtet, dass sie mich ertränken und all meine Sachen behalten würde, aber stattdessen kam ich auf einem Schrottplatz, genauergesagt auf der Rückbank eines Autos auf dem Schrottplatz wieder zu Bewusstsein. Auf dem Beifahrersitz – der abgeschraubt und andersherum wieder festgemacht war- saß Nanny und lächelte mich freundlich an. „Na wieder wach, Mäuske?“ hatte sie mit einer unglaublich tiefen Stimme gedonnert. „Ick bin die Nanny und ick hab dik hier ein wenig aufgepäppelt.“ Sie reichte mir eine Tasse Suppe, die sie selbst auf einem Tonnenfeuer vor dem Auto gebrüht hatte. Ich liebte diese Frau sofort. Sie erzählte mir, dass sie früher mal bei einer Hilfsorganisation gearbeitet hätte, um Obdachlosen zu helfen. Aber eines Tages sei ihr klar geworden, dass man niemandem mit Worten helfen könne, die er sich schon sooft selbst gesagt hatte. So war sie hier gelandet. Um „Seelsche“ wie mich nicht allein zu lassen. Später erfuhr ich, dass das nicht der einzige Grund gewesen war; ihr Alkoholproblem hatte ihrem Arbeitgeber nicht gefallen. Das Alkoholproblem hatte Nanny nun immer noch, den Arbeitsplatz nicht mehr. Von diesem Tag an, verbrachte ich viel Zeit mit Nanny und ihrem Verlobten Schrotti, dem Mann, dem der Schrottplatz gehörte, auf dem Nanny manchmal schlief.
Manchmal klaute ich frisches Gemüse und Fisch vom Markt und Nanny kochte für uns drei etwas Gesundes. Alles was überblieb, teilte ich nachts mit anderen Ruhelosen, denen ich in den Hauseingängen begegnete.

 Manchmal verschwand Nanny für ein oder zwei Wochen, was genau sie in dieser Zeit tat, erfuhr ich nie, aber ich fragte auch nicht. Es war eine dieser Wochen ohne Nanny, als Schrotti mich zu sich rief. Ich hatte mich oft beschwert, dass andere Heimatlose so rücksichtslos waren und gerade eine Nacht zuvor, hatte es einen blutigen Kampf um eine Flasche Schnaps gegeben. Einer der beiden Männer war jetzt tot, der andere würde es bald sein. Schrotti winkte mich in seinen kleinen Schuppen, kaum dass ich durch das große Metalltor getreten war. „Schnecke.“ Er atmete, als fiele ihm schwer, was er nun tun musste. Schließlich griff er in eine Schublade und gab mir ein altes, rostiges Messer. „Mehr hab ich nicht da. Aber Nanny könnt‘ sonst bestimmt nicht schlafen, nach dem, was da passiert ist.“ Er deutete mit einer Hand auf den Zeitungsartikel. „Es wird nicht besser da draußen, weißt’e?“ Er schien verlegen und beschämt, dass er mir nicht besser helfen konnte. „Mach dir keinen Kopf. Bisher konnte ich dem immer aus dem Weg gehen.“ Schmunzelte ich zuversichtlich. „Ihr habt mir ja die besten Tricks beigebracht.“ Fügte ich schnell hinzu um ihn zu trösten und zu beschwichtigen. Ich war mir sehr wohl bewusst, dass es nicht sicher war, so zu leben wie ich. Aber ich stahl oft so viel Alkohol, wie ich nur kriegen konnte, denn die meisten ließen sich mit einem guten Tropfen ablenken, bis man verschwunden war. Ich hatte oft von Nanny gehört, dass Frauen auf der Straße Freiwild waren. Als sie noch bei der Hilfsorganisation gearbeitet hatte, hatte sie nicht nur einen Antrag auf finanzielle Unterstützung für Frauen gestellt, die ein Kind aus einer Vergewaltigung abtreiben wollten.
Mit solch finsteren Gedanken im Kopf, streunerte ich durch die Einkaufsstraßen. Die schick frisierten und teuer eingekleideten Mädchen gefielen mir nicht. Aber manchmal hasste ich sie für ihre Vorurteile und die Art, wie sie mich ansahen, manchmal schubsten. Nicht nur einmal hatte ich ihnen dabei Handy, Portemonnaie oder Schmuck geklaut. Ich sah es als eine Art Schadensersatz. Von dem diesmal erbeuteten Geld wollte ich Nanny eine Freude machen und so kaufte ich einen großen, dicken Wollpulli und obwohl die Verkäuferin verächtlich schnaubte, ließ ich ihn schön verpacken.
Doch Nanny kam nicht zurück. Es brach Schrotti das Herz und riss mir meinen winzigen Halt unter den dreckigen Füßen weg. Mit ihr an meiner Seite hatte mein Absturz nicht halb so schlimm gewirkt, wie er mir nun erschien. Und mit Nanny war auch mein Grund fort, mich zusammen zu reißen und ich bemerkte wie ich innerlich und äußerlich immer mehr verfiel. Die Haare, die mir Nanny kurz geschnitten hatte – der Hygiene wegen und um Männer fort zu halten- wucherten wild und ungekämmt; meine Fingernägel waren abgekaut und ich hatte keine Lust, meine Kleidung wenigstens einmal im Monat komplett zu wechseln.

Es war ein Mädchen aus Cardiff, das schließlich den Stein ins Rollen brachte. Wir hatten in einem verlassenen U-Bahn Tunnel eine Flasche Wein geteilt und saßen nun dicht beieinander um uns zu wärmen. Da nahm sie eine dieser bunten Pillen. „Damit ich nicht drüber nachdenke.“ Und hielt mir auch eine hin.

Es war nicht so, dass ich mit den Pillen angefangen hätte, um mein armseliges Leben zu vergessen, immerhin kam ich ganz gut zurecht, es hatte andere Gründe, dass aus reiner Neugierde eine Sucht wurde. Jedoch erspare ich euch die Details an dieser Stelle. Noch ist nicht der richtige Moment dafür.
Jedenfalls nahm ich mehr Drogen um den Effekt zu verstärken und geriet wohl oder übel in den üblichen Teufelskreis. Um an genügend Geld zu kommen, begann ich eine kriminelle Karriere; zu diesem Zeitpunkt klaute ich nur Geld und manchmal Schmuck. Geschickt wie ich war, kam ich damit lange Zeit über die Runden.


 

Es war kaum ein Jahr vergangen, da kam mein Dealer mit einem Angebot zu mir. Er traf mich auf einer Rastplatztoilette, wo ich mir gerade notdürftig unter einem Wasserhahn die Haare wusch. Er erzählte mir, dass er jetzt in größere Geschäfte einstieg und dass ich davon auch profitieren könne. Ich würde umsonst mit so viel Stoff versorgt, wie ich bräuchte und müsste dafür nur bei seinem neuen Kunden arbeiten: Einem Bordellbesitzer.
„Eine Flatrate dafür, dass ich mich ficken lasse?“. Ich muss sehr abweisend geklungen haben, denn mein Dealer machte sofort eine abwehrende Geste und wollte zum eigentlich Geschäft zurück kommen. Als ich plötzlich doch zustimmte, ließ er fast das Tütchen fallen vor Erstaunen.

Nutte war an sich kein schlechter Job. Damals in meiner Heimat hatte man mich viel schlechter behandelt. Hier brachten mir einige der Freier sogar Blumen und Pralinen mit. Bevor ich aber wirklich hatte anfangen können zu arbeiten, hatte es noch einiges an Aufwand gekostet, mich wieder herzurichten. Ich wurde von einem Schönheitssalon zum nächsten Friseur und  wieder zurück geschleppt. Das Gesicht im Spiegel erkannte ich nicht wieder. Ich hatte nun dunkelbraune Haare, mit Extensions verlängert reichten sie mir bis zu meinen schmalen Hüften. Meine blasse, raue Haut war massiert, geölt und mit undenkbar vielen Farben aufgefrischt worden und ich hatte einen Koffer voll Schminke mit ebenso vielen Anleitungen dazu bekommen, wie eine Prostituierte sich zu schminken hatte. Zu guter Letzt hatte ich ein rotes Kleid bekommen. Ich fand meine Figur nicht wirklich weiblich darin, aber eine der Verkäuferinnen hatte für wirklich jeden Makel ein Polster oder einen Push-up – sogar für den Po. Endlich wurde ich Raymon vorgestellt.
Raymon war Zuhälter und Barkeeper in einem und wohl sowas wie der Cousin meines ehemaligen Dealers. Bei jeder Gelegenheit prahlte er damit, wie scharf sein Blick für die Frauen war. Von mir versprach er sich einen riesen Gewinn und taufte mich auf den Namen „Diamond“. Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass Raymon nicht nur so tat, sondern wirklich auf den ersten Blick sagen konnte, welche Frau ihren Job gut machen würde und den Männern gefallen; und welche weinen oder jammern und somit dem Ruf des Ladens schaden würden. Sein Scharfsinn beeindruckte mich und so kam es, dass ich bald jede freie Minute bei ihm an der Bar verbrachte – und meistens trank. „Wieso verschwendest du deinen genialen Kopf an einen Puff.“ Hatte ich ihn einmal schon reichlich angetrunken gefragt. Zuerst hatte er nur gelacht, doch ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass er keine besseren Alternativen gehabt hätte und so fragte ich ihn an einem anderen Abend erneut. Mit seinen rauen Fingern hatte er mich am Kinn in eine aufrechte Position gezogen und sah mir ernst in die Augen. „Dasselbe könnte ich dich fragen. Was macht ein Mädchen aus gutem Hause in einem Drogenpuff?“ Erschrocken zuckte ich zurück; damit hatte er mich kalt erwischt. Ich sprach das Thema nicht mehr an und arbeitete mich langsam aber sicher in der Rangordnung der Liebesdamen nach oben. Ich war beliebt, ich war begehrt, ich war ausgebucht.
Ich ging in meiner neuen Rolle voll und ganz auf. Ich hatte mich mit mir selbst auf ein Schauspiel geeinigt. Das hier war die Rolle der Nutte Diamond und ich würde sie perfekt spielen. Irgendwann vergaß ich über die Drogen, dass es mehr in meinem Kopf als die Diva Diamond gab. Ich fand mich herausragend und Raymon liebte mich.54t
Er hatte mir lange nicht glauben wollen, dass ich niemals einen Mann geliebt hatte. Es blieb ihm schleierhaft, wie ich wissen konnte, was all die Männer wollten, wenn ich den Mann an sich nur als Abschaum betrachtete. Ich hatte ihm mit Professionalität geantwortet; Professionalität erlaubt es mir, jegliche persönlichen Gefühle vollkommen auszuschließen, wenn ich arbeitete, Ray, hatte ich lallend erläutert. Alkohol war mein neuer bester Freund geworden. Unter den Brücken, in den U-Bahn-Tunneln hatten wir beisammen um die dreckigen Lagerfeuer gesessen und es gab nur die bitteren Schnäpse um die Kälte des Winters zu verdrängen. Doch hier waren die Spirituosen bunt und süß und wurden in herrlich funkelnden Kristallgläsern serviert – von denen ich wohl gut ein Dutzend zerbrach. Die anfängliche Begeisterung für das neue Umfeld hatte sich schnell gelegt und war einer bedrückenden Monotonie gewichen. Obwohl Ray mich immer wieder dazu zwingen wollte, in einem der Zimmer über der Bar zu übernachten, schlief ich noch immer wie eine Obdachlose in den Straßen. Die Menschen hier hatten mich gern – oder zumindest mochten sie meine Großzügigkeit. Jedesmal wenn Ray nicht hinsah, stahl ich eine Flasche Whiskey oder Rum und brachte sie Schrotti.

Ich hatte meinen letzten Kunden verabschiedet und gerade meinen selbst zusammen geflickten Schlafsack aus meinem Schrank geholt, da rief mich Ray zu sich an die Bar. Er reichte mir ein Glas mit klarer Flüssigkeit. Am Boden lagen glitzernde Schmucksteine. „Ein Cocktail dir zu Ehren. Diamond Dawn. Es sind nur die besten Zutaten –und die teuersten“ fügte er verschmitzt hinzu. Er wollte, dass ich ihn probierte, dass ich ihn lobte, aber eigentlich war mir nicht mehr nach trinken. Ich war erschöpft und würde wohl noch einige Zeit auf die Suche nach einem Schlafplatz aufwenden müssen. Schließlich konnte ich Raymons Argument nicht mehr abschlagen „Alkohol wärmt von innen, besonders an nassen Herbsttagen wie heute!“ Wer jeden Abend säuft wie ich es tat, verträgt zwingenderweise mehr als ein durchschnittlicher Trinker, aber dieser Cocktail haute mich im wahrsten Sinne aus den Schuhen. Ich hatte keinen zweiten mehr trinken können und Ray hatte mich endlich gehen lassen.

Ich torkelte unsicher die Straße in Richtung der alten Schienen entlang. Bald würde der erste Schleier von Rosa über den Himmel ziehen, meine Chancen waren also nicht schlecht, dass sowohl Graffiti-Sprayer als auch Wachpersonal schon fort waren. Die einzige Sorge, die ich schließlich hatte, als ich in dem dunkeln Tunnel verschwand war, dass ich wohl zu wenig Schlaf bekommen würde. An der ersten Kreuzung des Tunnels hatte ich ein paar meiner Sachen, die ich nicht immer mit mir herum tragen konnte, deponiert und nun sah ich gerade dort zwei Gestalten. In der Befürchtung, sie könnten etwas stehlen, beschleunigte ich meine unsicheren Schritte. Gerade als ich ungehalten nach ihnen rufen wollte, sah ich das Mündungsfeuer einer Handfeuerwaffe. Der folgende Knall hallte laut von den Tunnelwänden wieder. Schockiert stolperte ich zurück über die Reste von Gleisen und brach mir im Fall den Absatz von einem meiner teuren Schuhe ab. Der Schütze hatte mich zwar bemerkt, machte sich aber offensichtlich nicht viel aus dem Umstand. Mein Körper wollte sich nicht bewegen, alle Muskeln zitterten viel zu stark, als das ich sie hätte benutzen können. Mit sicherem Gang kam der Mörder auf mich zu. Die vom Grinsen entblößten, weißen Zähne schienen im Dunkeln zu glitzern. Unwillkürlich musste ich an die Schmucksteine in meinem Cocktail denken. Was hatte Ray nur hinein getan, dass ich mich jetzt so schwummerig fühlte? Wahrscheinlich hatten die Drogen meinem Gehirn mehr geschadet als ich mir eingestehen wollte, denn plötzlich musste ich hysterisch kichern, dann schluchzen. „Mein Schuh Monsieur, mein Schuh!“ stammelte ich kaum verständlich und hielt dem Mann meinen kaputten Samtpumps mit beiden Händen entgegen. Er schnalzte abfällig mit der Zunge und ging langsam vor mir in die Knie. „Armes Aschenputtel…“ Seine Finger waren eiskalt als er sie unter mein Kinn legte und meinen Kopf nach rechts und links drehte, „… bist nichtmal eine Kugel wert.“ Er hatte mit der anderen Hand ein Bündel Geldscheine hervor gezogen und warf es mir ins Gesicht. Mir wurde klar, dass dieser Mann kein einfacher Raubmörder sein konnte, er hatte wohl andere Absichten. Das Lachen des Mörders war finster, als ich ihm geistesabwesend hinterher blickte. Ich erinnere mich noch daran, wie ich dachte „Der Teufel hat also giftgrüne Augen.“

Ich schlief nicht. Ich hatte die Scheine eingesammelt, den Rest meiner Sachen eingesammelt und nun saß ich in einer schmutzigen Seitenstraße. Ich war nur am Leben, weil dieser Mann mich für eine zugekokste, unzurechnungsfähige Drogennutte gehalten hatte – und höchstwahrscheinlich hatte er Recht gehabt. Die Scheine, die ich aufgesammelt hatte, entsprachen etwa meinem Monatsgehalt. Er hatte mir soviel Geld nach geworfen, nur um sicher zu gehen, dass ich mir auch noch den übrig gebliebenen Verstand mit Drogen weg blies.
Entschlossen stopfte ich meinen Schlafsack in eine der Mülltonnen, neben denen ich hockte.

Das Fitnessstudio gegenüber dem Bordell war meine erste Anlaufstelle wenn ich duschen wollte. Da ich jeden Monat einen großzügigen Beitrag zahlte, beschwerte sich niemand je über mein Erscheinungsbild, auch jetzt nicht, da ich ohne Schuhe, dafür aber mit Löchern in den halterlosen Strümpfen eintrat. Nebst der Funktion als Badezimmer hatte das Studio auch noch einen weiteren, ungewöhnlichen Nutzen für mich. Da es kaum Überwachungskameras gab, besonders nicht in den Umkleiden, nutzte ich diesen Ort als meine persönliche Wäschekammer. Es war nie schwer einen Spint aufzubrechen, man musste nur darauf achten, welchen man wählte, um auch passende Kleidung vor zu finden. Mittlerweile hatte ich einen Blick dafür entwickelt, in welchem Schrank ich wahrscheinlich das Richtige erwischte. Ich zog mir die dunklen Jeans, den braunen Pullover und die farblich passenden Lederstiefel, die ich diesmal erbeutet hatte, hastig an und verließ das Studio frisch gebadet und neu eingekleidet.
Nun, es hatte schon seine Gründe, warum niemand vermutete, dass ich eine obdachlose Nutte war. Ich war so nüchtern wie lange nicht mehr, denn die vergangene Nacht ging mir nicht aus dem Kopf. Zum Frühstück kaufte ich mir zwei doppelte Espresso und einen Bagle mit so ziemlich allem darauf, was der Laden im Angebot hatte. Unter anderen Umständen hätte ich um diese Zeit noch unter irgendeiner Brücke geschlafen oder wenigstens einen Wein gefrühstückt.
Ich hatte einen Mord mit angesehen.
Den ersten Espresso trank ich so schnell, dass ich mir Lippen und Zunge verbrannte.
Ja, ich hatte gezittert. Aber nicht vor Angst. Es war Aufregung. Das Adrenalin hatte in meinen Ohren gerauscht und alles in mir hatte mir befohlen, dort zu bleiben, hin zu sehen.
Und während ich den Bagle herunter schlang und mich mehrmals fast verschluckte, schlichen sich Gedanken in meinem Kopf: „Dieser Anfänger. In einem Tunnel erschießt man niemanden ohne Schalldämpfer. Und ohne Handschuhe hatte er sein Opfer berührt!“ Ich spülte die Reste des Bagles mit dem zweiten Espresso herunter. Die einzelnen Gedanken trafen in meinem Kopf zusammen. Was war die einzig logische Schlussfolgerung daraus? Ich fühlte das Adrenalin, ich sah das Geld, ich spürte Überlegenheit. Es war ganz einfach: Ich würde morden. Ich war eine gute Mörderin – das wusste ich schon vor meinem ersten Mord. Ich hatte schon lange keine richtigen Gefühle mehr; hatte sie auch nie vermisst. Aber jetzt schlug mein kaltes Herz wieder. Aber vielleicht war es gerade auch nur die Überdosis Koffein.

1.11.11 22:45


Depressionswut

Es ist schwierig einen Blog zu schreiben, wenn es immer heißt, man darf nichts über sich preisgeben.

Aber das ist nicht meine Art.

Also erzähl ich mal wieder etwas aus meinem Leben:

Depressionen sind scheiße. Besonders wenn sie kurz vor der Prüfungszeit kommen.
Ich glaube es ist ein widerlicher Teufelskreis in den jeder mal kommt : Man kann sich aus Erschöpfung -geistiger Erschöpfung- nicht aufraffen etwas zu tun und die Arbeit stapelt sich. Wenn man sich den Berg und die knapper werdende Zeit ansieht, kommt Panik auf - diese Panik erschöpft noch mehr...

Und zu guter Letzt kommen dann die Menschen, die einem in solch einer Situation dann an den Kopf werfen, man sei faul, oder nur weil man ein wenig "unzufrieden" ist, solle man sich nicht hängen lassen sondern zusammenreißen.

Depressionen sind doch schon lange kein Tabuthema mehr in unserer Gesellschaft, oder etwa doch?
Wie kommt es, dass so viele Menschen absolut kein Feingefühl für depressive Menschen haben oder, falls sie die Depression sehen, damit so grob umgehen?

Ich verstehe die Aussage eines Freundes: "Die Angst es schlimmer zu machen." Dabei macht man es nur schlimmer wenn man weg sieht.

Es macht mich wütend und traurig zu gleich, zu sehen, wie wenig meine Mitmenschen sich um ihre Mitmenschen kümmern. Wie wenige Menschen sich für mehr als sich selbst intressieren.

Mh. Aus Nächstenliebe will ich den meisten einmal ihre Angst zu Gute halten...  Unsicherheit zählt nicht denn in Zeiten des WWW sind Informationen über alles für jeden zu jeder Zeit erreichbar.

Ach und... ich lasse mich bewusst in dieser Art in meinem Eintrag aus. Natürlich gibt es für alles noch viel detailiertere Ausführungen aber wenn ich etwas provoziere, bekomme ich intressantere Antworten :D

27.9.11 20:52


Liebesentzug

Häusliche Gewalt ist soviel mehr als der Schlag ins Gesicht. Blau Flecken kann man sehen. Aber was, wenn alles ohne Fäuste ausgetragen wird?

 

Kinder wollen alle einfach nur geliebt werden. Dafür würden sie alles tun.

Und wenn ich sehe, wie selbst erwachsene Menschen noch verzweifelt um die Aufmerksamkeit ihrer greisen Eltern kämpfen, dann tut mir das weh.
Aber selbst die, die damit abgeschlossen haben, dass sie die Liebe nicht bekommen werden, geben nicht komplett auf. Sie suchen sich jemand anders, jemand, der sie dafür belohnt, dass sie sich verstellen.

Ich kenne soviele Frauen, die sich bis auf die Knochen abrackern, nur um einem Mann zu gefallen, der ihnen ein wenig Aufmerksamkeit schenkt

Und das macht mich noch viel trauriger.

 

Ich?

Nun, ich bin nur auf der Suche nach meiner eigenen Liebe. Wenn ich mich lieben kann, wird es wohl oder übel auch wer anders tun...
Zumindest rede ich mir das sehr erfolgreich ein.

10.8.11 11:21


When I feel lost; I'm not at all // und warum ex-beziehungen nerven

Es ist doch so...

Wenn man in der Pubertät ist, hat jeder die ein oder andere Krise

Die ein oder andere depressive Verstimmung

Aber was ist, wenn man sie lieb gewinnt, diese depressive, selbstmitleidige Phase?

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Es ist nicht immer einfach man selbst zu sein. Meistens ist es ziemlich verrückt ich zu sein, weil es mir gar nicht so klar ist, was es bedeutet "ich" zu sein. Komischerweise geht diese verwirrtheit ausnahmsweise mal nicht von mir aus. Es ist eher so, dass ich alles ein wenig bin. Ein wenig Punk, ein wenig Metal, ein wenig Emo ... und reichlich Glitzer. Aber Menschen die sich den entsprechenden Bereichen zugehörig fühlen, nennen mich wannebe, und fordern eine Entscheidung... man könne schließlich nur eins sein. Und ich habe gelernt, dass man als HipHopper keine Comics lesen darf (  ;D die Weisheit eines enorm gebildeten Menschens [kommt das s da hin?_? ] 

Und dann kommt erschwerend hinzu, diese abartigen Personen, die meinen mit gerade mal 20 seie man ja erwachsen... und die mich dann schief ansehen wenn ich auf diese Bemerkung wie auf einen Witz reagiere - mit schallendem Gelächter. Mit 20Jahren hat man mit etwas Glück gerade mal sein Elternhaus verlassen. Wer mir jetzt erzählen will, er sei erwachsen, der ist hiermit recht herzlich dazu eingeladen, den Stock in seinem Hintern noch ein wenig tiefer zu schieben und auf ein Kommentar zu meinem Blog zu verzichten :D danke <3

Unsere Gesellschaft ist wirklich eine komische!

Aber ich hab heut ja noch mehr zu erzählen.

Beziehungen sind ungerecht.

Ich habe in letzter Zeit soviele Bücher gelesen/gehört und egal ob Krimi oder Biografie ... ständig kehren Männer den wunderbarsten Frauen der Welt den Rücken zu und gehen zurück zu ihren Diven-Exen (Echsen... )

Muss man also eine Diva und schwierig sein, damit der Mann bleibt? Muss man ihn schlecht behandeln und viele Probleme machen, damit man geliebt wird?

...Wie ich jetzt gerade speziell drauf komm? Zum einen lief heute die folge GilmoreGirls in der Rory mit Dean schläft, obwohl er noch verheiratet ist...
Und dann hat sich mein Ex-Freund wieder bei mir gemeldet... und wir hatten weiß Gott keine ruhige Beziehung. Er erzählte etwas davon, dass er, obwohl er eine andere, wirklich tolle neue Freundin hat/-te, er immer an uns denken musste...

Und da frag ich mich, ist er masochistisch? Ich habe ihm nicht nur einmal Dinge hinterher geworfen und habe jemand anders kennengelernt noch wärend wir zusammen waren... hab ihn dann für eben jenen auch verlassen...
Wie gesagt, ich war ne wirklich schlechte Freundin...

Und unsere Beziehung liegt jetzt auch schon... öh... 2 oder 3 Jahre zurück ...

Wieso kommt er jetzt mit sowas?

Da bekomme ich Angst... was ist, wenn mein Freund auch an seine ehemalige Beziehung zurück denkt?
So weit ich gehört hab, war die nämlich ähnlich... und ich bin diesmal wohl ne eher langweilige Freundin ... O_ò *emo*

 

Memo an mich selbst:

"Zieh es endlich durch komplett lesbisch zu werden und tu dir Bisexualität nicht länger an!" ... so jetzt such ich nen Post-it zettel und kleb das an meinen Spiegel ;D

9.8.11 23:45


Liebe macht keine Beziehung aus

Es stimmt doch. Liebe allein ist ja ganz nett, aber davon lebt eine Beziehung nicht. Ich stelle das immer wieder fest, dass viele Leute meinen, Liebe reicht doch. So lange man sich liebt, wird alles gut.
Aber das ist totaler Mist.

Man kann sich lieben soviel man will, wenn einfach das gemeinsame Ziel nicht stimmt. Ein Vegetarier und Tierschützer wird nie mit einem Schweine-mast-Zucht-Besitzer glücklich, egal wieviel Liebe da ist.

Es nervt mich tierisch, wenn man mir sagt, ich würde nicht richtig lieben, nur weil ich auch schon einmal jemanden verlassen habe, den ich sehr geliebt habe und immer noch sehr wertschätze . Aber wenn man kein gemeinsames Ziel und auch keinen gemeinsamen Weg hat, wozu dann zusammen bleiben?

Ich würde diese Entscheidung wieder treffen.

Aber genau da setzt mein Problem an. Wann ist der richtige Zeitpunkt über sowas zu reden? Wann ist es notwendig die gemeinsamen Ziele zu planen und wann sollte man sowas besser lassen?
Klar, in den ersten paar Wochen lohnt es sich aufgrund der Hormone gar nicht erst, ernsthaft zu reden... aber nach dem einen oder anderen Jahr?

Ich hab ne Sinneskrise!

5.7.11 14:31


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